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Die Geschichte des Black Jack

Jedes Kartenspiel hat seine eigene, einzigartige Geschichte aber leider können Historiker und Forscher nicht immer die Spuren eines Spieles vollständig entdecken. Dies ist auch bei Black Jack der Fall, was die Gelehrten bis zum heutigen Tage beschäftigt.

Heutzutage ist die Annahme weitgehend verbreitet, daß Black Jack seine Wurzeln in Frankreich, im 17. Jahrhundert, hat. Damals wurde in französischen Casinos ein Spiel namens Vingt En Un gespielt. Der Name Vingt-en-Un bedeutet “21” auf Französisch. Dieses Spiel war offensichtlich nicht der erste Vorfahre von Black Jack. Es ist klar, daß Vingt En Un nicht die komplette Basis für Black Jack darstellt, da sie mit den Black Jack Regeln nicht in allen Aspekten übereinstimmen.

Vingt en Un war Black Jack sehr ähnlich, mit ein paar kleineren Unterschieden. Es war einzig und allein dem Dealer erlaubt einen Double zu machen. Außerdem war es üblich nach jeder Runde Wetteinsätze zu machen – was beim modernen Black Jack nicht der Fall ist. Aber wie beim traditionellen Black Jack, sowie anderen Black Jack Variationen, war es das Ziel von Vingt-en-Un auf 21 Punkte zu kommen, indem man das Black Jack Hand Ranking System anwendet. Der Englische Name Black Jack kommt von einer speziellen Besonderheit von Vingt en Un; dies war eine besondere Auszahlungsversion, die zustande kam, wenn ein Spieler eine Hand mit einem Pick-Buben und ein Pick - Ass hatte – daher der Begriff Black Jack (Schwarzer Bube). Dies ist die ideale Hand bei Vingt en Un.

Zu dieser Zeit wurde in Italien ein Spiel namens Seven and a Half gespielt. Bei diesem Kartenspiel wurde Bildkarten und den Zahlenkarten 7,8 und 9 gespielt. Ziel war es eine Hand mit 7 ½ Punkten zu erreichen. Die gewöhnlichen Karten (7,8,9) wurden als 1 Punkt gezählt. Die Bildkarten zählten jeweils einen halben Punkt. Die Karte König-Karo konnte jede Karte ersetzen, wie ein Joker – sie wurde im Prinzip als Stellvertretersymbol verwendet. Wenn die Spieler die 7 ½ Punkte überschritten haben, gingen sie pleite.

Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des Black Jack, war nach der französischen Revolution, als das Spiel nach Nordamerika kam. Dort wurde es dann richtig populär, da die Gesetze zu dieser Zeit Kartenspiele nicht verboten. Professionelle Glücksspieler sahen schnell das große Potential des Spieles und entwickelten schnell eine Black Jack Basisstrategie, um die Gewinnchancen zu erhöhen. Als das Spiel immer beliebter wurde, verbot die US Regierung im 19. Jahrhundert alle Glücksspielaktivitäten. Die nordamerikanische Regierung glaubte, daß Glücksspiele die Gesellschaft korrupt machte und die Menschen für organisiertes Verbrechen ermutigten.

Und so, mit den zahlreichen Gesetzen gegen das Spiel und mit Ordnungshütern auf den Fersen, wurde Black Jack zu einem Untergrundspiel Es wurde sogar noch beliebter, als die Regierungseinschränkunken, während des 20. Jahrhunderts, verschärft wurden. Im Jahr 1931 entschied der Bundesstaat Nevada das Spiel zu legalisieren – Las Vegas wurde geboren. Das Spiel zog mehr Aufmerksamkeit auf sich, als die Jahre vergingen, bis die Wissenschaft sich der Erforschung des Spiels ebenfalls widmete.

Dann wurde 1953 von Roger Baldwin eine Black Jack – Studie gestartet. Baldwin und seine Kollegen erzielten einen großen Wendepunkt in der Geschichte des Spiels. Sie verwendeten statistische Theorien und rechneten Methoden aus, um den Hausvorteil des Casinos bei Black Jack zu verringern. Im Jahr 1956 veröffentlichten sie ihre Untersuchungen in der „American Statistical Association“ unter dem Titel "Optimum Strategy in Blackjack" („Die optimale Strategie beim Black Jack“. Dies war der erste Black Jack Strategieführer überhaupt.

Leider waren die Hilfsmittel, die Baldwin und seine Kollegen zur Verfügung hatte für die volle Erforschung der Black Jack Statistiken nicht überzeugend genug. Der nächste Schritt, um Black Jack aus einer mathematischen und wissenschaftlichen Seite zu verstehen, wurde von Professor Edward O. Thorp geprägt. Er verfeinerte das gewonnene Informationsmaterial und verwendete neue Rechensysteme und Maschinen. Im Jahre 1962 veröffentlichte Thorp sein Buch - „Beat the Dealer“ („Schlage den Dealer“) – in dem eigentlich das erste, wahre Sytsem beschrieben wird – das Black Jack Kartenzählsystem.

„Beat the Dealer“ wurde ein großer Erfolg und 1963 schaffte es das Buch sogar auf den ersten Platz der Bestsellerliste der New York Times. Es war jedoch nicht nur Thorps Arbeit, die Auswirkungen auf die Black Jack – Spieler und dessen Geschichte hatte – es traf auch die Casinos wie ein Schlag ins Gesicht. Zahlreiche Casinos quer durch Nordamerika arbeiteten Pläne aus, um den Schaden zu begrenzen. Bald nachdem „Beat the Dealer“ geschrieben und veröffentlicht wurde, ließen sie die Black Jack Regeln abändern.

Thorps “Zehn-Zähle” – Methode war für den durchschnittlichen Black Jack Spieler schwer erlernbar. Sein Buch war schwer lesbar und verständlich und genau aus diesem Grund hob es die Beliebtheit des Spiels bis zu den Sternen. Black Jack Spieler waren zornig über den „neuen Schwindel“ der Black Jack Variationen. Nachdem die Casinos realisierten, daß „Beat the Dealer“ keine echte Bedrohung darstellte und die Spieler auch so viel Geld verloren, führten sie die traditionelle Spielweise des Black Jack wieder ein. Während der 60er, 70er und 80er Jahre war Black Jack DAS Erfolgskartenspiel in den Casinos.

Julian Braun, ein IBM Mitarbeiter, verwendete seine Computerkenntnisse und studierte Black Jack mit einem Simulator. Er trug ebenfalls zum Erfolg des Spiels bei. Seine Arbeit wurde in der zweiten Ausgabe von „Beat the Dealer“ hinzugefügt. Noch ein Mitwirkender war Lawrence Revere, der „Playing Blackjack as a Business“ („Black Jack beruflich spielen“) veröffentlichte und Tausende Black Jack Spieler inspirierte.

Der Held des Black Jack, Ken Uston, trug ebenso einen wichtigen Teil in der Geschichte des Black Jack bei, indem er Millionen von Menschen mit seinen Büchern “Million Dollar Black Jack”, „Ken Uston on Black Jack“ und „The Big Player“ inspirierte. Ken Uston und seine Kollegen verwendeten Computer, die in ihren Schuhen eingebaut waren. Sie machten somit Tausende von Dollar während sie Black Jack in den Casinos von Nevada spielten.

Ken Uston war nicht der letzte, der solche Methoden verwendete. In den 1990ern tauchte eine andere Gruppe von Spielern in die Casinohallen auf, die Kartenzähltechniken verwendeten – das MIT Blackjack Team. Die Mitglieder dieses Teams machten Millionen von Dollar, bis sie 1997 von den Casinos verbannt wurden. Sie wurden von Griffin Investigation erwischt - eine Privatdetektivagentur, die Kartenzähler ausfindig macht und Casinos rund um die Welt von Glücksspielern, die betrügen, sichert.

Heutzutage ist Black Jack ein klassisches Spiel, das in den USA, Kanada, Australien, Europa und vielen anderen Orten rund um den Globus gespielt wird. Die Beliebtheit des Internet Black Jack wächst in den vergangenen Jahren stetig an und hoffentlich bleibt es das klassische Spiel, das es heute ist.